Wer auf eine Aussichtswarte oder einen Hügel steigt, will das Panorama natürlich festhalten. Doch die Aussicht wirkt auf dem Foto oft enttäuschend: Die Ferne verschwimmt im Dunst, die Dächer sehen aus wie kleine Punkte, und irgendwo spiegelt sich das Fenster. Mit ein wenig Überlegung holst du mehr aus dem Blick heraus, als du erwartest, und bringst Erinnerungen mit, die dem Erlebnis gerecht werden.
Sicherheit kommt zuerst. Halte das Handy mit beiden Händen fest und lass es nie über ein Geländer oder eine Brüstung hängen. Ein Sturz aus dieser Höhe ist schnell passiert. Stelle dich sicher hin, lehne dich nicht hinaus und achte auf andere Besucher hinter dir. Wenn es zu windig oder zu voll ist, warte einfach einen Augenblick, das Bild läuft dir nicht davon. Kinder solltest du dabei besonders gut an der Hand halten.
Glas, Gitter und Ferne
Viele Aussichtsplattformen haben Glasscheiben oder Gitter. Bei Glas spiegelt sich oft dein eigenes Bild oder der Raum hinter dir. Halte das Objektiv nahe ans Glas und schirme das Licht seitlich mit der Hand oder einer dunklen Jacke ab, dann verschwinden die Spiegelungen weitgehend. Bei einem Gitter suche eine Lücke, durch die das Objektiv hindurchpasst, oder halte es so nahe, dass die Stäbe unscharf werden.
Tippe auf den Bildschirm, damit die Kamera auf die Ferne scharfstellt, und achte darauf, dass sie nicht auf das Gitter im Vordergrund einstellt. Etwas Nahes im Bild, zum Beispiel ein Baumwipfel oder die Kante des Turmdachs, verleiht dem Foto Tiefe. Bei Dunst hilft es, das Bild etwas dunkler zu machen, damit die Ferne mehr Kontrast bekommt. Der frühe Morgen und der späte Nachmittag bringen oft klarere Sicht.
Vergiss nicht, ein Bild mit den Menschen zu machen, die mit dir oben stehen. Ein Foto von der Aussicht ist schön, aber ein Foto von der Aussicht mit den Freunden, wie sie hinausschauen, erzählt mehr. Bitte andere Besucher um Erlaubnis, bevor du sie mit ins Bild nimmst. Mach auch ein Foto von einer Tafel oder Karte, die zeigt, welcher Berg welcher ist, dann weißt du es später noch. Und schau zwischendurch ohne Handy in die Weite, denn manchmal ist das der schönste Teil des Ausflugs.