Feuerwerk an Silvester ist eines der schwierigsten Motive überhaupt. Es ist hell, schnell und dauert nur wenige Augenblicke. Wer einfach draufhält, bekommt oft nur einen verwackelten Lichtfleck vor einem schwarzen Himmel. Mit ein paar Vorbereitungen gelingen aber auch mit dem Handy überraschend schöne Bilder. Entscheidend ist, dass du dich schon vor dem ersten Knall auf einen guten Platz und eine ruhige Haltung einstellst.
Suche dir zuerst einen Standort mit freier Sicht und ein wenig Abstand. Ein Vordergrund macht das Bild lebendiger, etwa die Silhouette von Dächern, Bäumen oder einer Brücke, vor der die Lichter aufblühen. Lehne dich an eine Mauer oder stütze die Ellbogen auf ein Geländer, denn das Handy braucht im Dunkeln länger und reagiert auf jede Bewegung. Zoome möglichst nicht heran, weil das Bild dadurch grob und unruhig wird. Achte auch auf den Wind, denn der Rauch zieht sonst quer durchs Bild.
Fokus und Helligkeit vorher festlegen
Bevor es losgeht, tippst du auf einen weit entfernten Punkt auf dem Bildschirm, zum Beispiel auf ein fernes Licht oder den Horizont. So stellt die Kamera auf die Ferne scharf, statt bei jedem Knall neu zu suchen. Halte den Finger gedrückt, bis eine Markierung anzeigt, dass Schärfe und Helligkeit festgehalten sind. Ziehe die Helligkeit dann ein wenig nach unten, damit die leuchtenden Spuren nicht zu einer weißen Fläche verschmelzen.
Der Nachtmodus ist hier meistens keine gute Wahl, denn er sammelt lange Licht und macht aus den Raketen große helle Flecken. Besser ist der normale Modus oder, falls vorhanden, eine Serienaufnahme. Auch ein kurzes Video hilft: Du filmst einfach das ganze Schauspiel und suchst dir hinterher aus dem Film das schönste Einzelbild heraus. So musst du nicht auf den perfekten Moment warten.
Und noch etwas: Halte Abstand zu den Feuerwerkskörpern und zu anderen Menschen, und achte immer darauf, wo Funken hinfallen. Sicherheit geht vor jedem Bild. Nimm dir außerdem Zeit, das Feuerwerk auch mit eigenen Augen zu betrachten. Ein paar gelungene Bilder reichen völlig, und der Rest des Abends gehört den Menschen um dich herum. Am nächsten Morgen sortierst du in Ruhe aus, was dir gefällt, und behältst nur die schönsten Aufnahmen.